Da San Sebastián so voll war, sind wir zum Campen nach Faro rausgefahren. Platz liegt direkt am/über dem Meer.
Kategorie: European 5000
San Sebastián
Und wieder eine vollgestopfte Stadt. Nach einer Tagesfahrt durch die Halbwüste kommt einem das Chaos einer quirligen Großstadt ganz besonders chaotisch vor. Also sind wir nur kurz hinein und Getümmel, Aufgabe erledigen und nichts wie wieder raus.
Ach so, Nachtrag zur Halbwüste: wir haben Ende besondere Spezies von Trecker gefunden: eine Fordson Arachnophobis

na gut, zugegeben, wir sind aufgrund der knappen Zeit heute nur durch den Halbwüsten-Teil gefahren (und mussten wegen eines Motorradrennens auf einer Rennstrecke neben unserer Strecke auch noch einen größeren Umweg fahren). Aber auch das ist schon beeindruckend genug für Menschen wie uns, die es gewohnt sind, sich grundsätzlich durch eine mehr oder weniger grüne und „saftige“ Landschaft zu bewegen.
Da hat die sandfarbene oder rötliche Ödnis soweit das Auge reicht schon eine beängstigende Komponente. Selbst die Wolken sind nicht weiß sondern braun-orange.
Diese etwas beklemmende Stimmung löste sich erst in der Gegend von Pamplona wieder auf, als endlich wieder Bäume und grüne Flächen die Oberhand gewonnen hatten.
Was für ein Kontrast dann das bunte San Sebastián. Und erst recht der Campingplatz am Meer.
Aufgrund der schlechten Internetverbindung muss ich Fotos morgen nachreichen.
Die Küste entlang
heißt nicht immer, dass man das Meer im Blick hat.
Auf dem Weg von Tarragon nach Peñíscola hat man einen Blick auf das Meer tatsächlich nur sporadisch und in der Ferne erhaschen können. Dafür ging es durch Olivenplantagen und an Baumschulen vorbei (O-Ton des Navigators, nachdem wir an der siebten Baumschule vorbeikamen: das ist hier wohl das Pinneberg Spaniens)…
Peñíscola als alte Templeranlage hat eine lange Geschichte. Eine hübsche Anlage. Allerdings war heute public holiday und es war brechend voll im Ort. Aber nett ist es dort.
Tarragon
An Barcelona vorbei
geht auch ein Weg. Und so fuhren wir gleich nach dem Besuch der Klosteranlage noch etwas weiter die Küste entlang.
Auf dem Weg nach Tarragon liegt bei Sitges ein ehemaliger Rennkurs, der zwar schon seit der Machtübernahme Francos im Jahr 1936 nicht mehr genutzt worden ist, sich aber trotzdem noch in einem erstaunlich passablen Zustand befindet. Es gibt wohl auch durchaus Pläne, ihn zu reaktivieren. Der Kurs ist knappe 2 km lang und hat zwei Steilkurven. Man darf gespannt sein, ob er reaktiviert wird.

Freundlicherweise habe ich aus unserer Gruppe noch ein paar richtig schöne Fotos bekommen, die ich hier auch zeigen darf.
Über den sieben Bergen
nein nicht bei den sieben Zwergen, aber bei einem Haufen Mönche kann man ins Staunen kommen. Schon von weitem konnte man eine beeindruckende Felsformation sehen

Auf dem Weg zum Kloster Montserrat fiel uns dieses gewaltige Felsgebilde auf. Da wussten wir noch nicht, dass wir ihm noch viel näher kommen sollten.
Mit jedem Kilometer, mit dem wir uns den Kloster näherten, kamen wir auch den Felsen immer näher, bis wir uns schließlich an ihrem Fuß entlang immer höher raufschraubten.
Und dann endlich war das Kloster erreicht… ein durchaus touristisch vermarktetes Wirtschaftsunternehmen incl. Busparkplatz, Cafeteria und Souvenirshops etc. Aber all das tat der imposanten Erscheinung der Anlage und ihrer Lage überhaupt keinen Abbruch.
Die Fernsicht war sogar in den durchziehenden Wolken noch gigantisch. Bei klarem Himmel haut es einen wahrscheinlich völlig von den Füßen.
Sogar eine eigene Seilbahn sowie eine Zahnradbahn gehören zur Anlage.
Die spanische Seite
der Pyrenäen entpuppt sich als etwas sanfter als die französische Seite. Die meisten Straßen sind gut ausgebaut. Und was hier „Col“ (Pass) heißt, ist nur selten mit engen Serpentinen versehen. Meist schlängelt sich die Straße eher durch die Landschaft. Fahrerisch sehr angenehm. Völlig anders als in den im Gegensatz dazu vielerorts brutal erscheinenden Alpen.
Vorsicht, die Andorianer kommen
Nach dem schier endlosen Ritt durch das nasse und neblige Pyrenäistan (ja es hat tatsächlich geregnet und an einigen Ecken hingen die Wolken so tief, dass man durch Nebelwände fuhr) kam dann endlich auch noch das Etappenziel für heute in Sicht: Andorra.
So richtig und wirklich raus aus der EU, anders als die Schweiz oder Monaco, wo man höchstens an der Roaming-Mitteilung seines Handy-Providers merkt, dass man eine Grenze überschritten hat. Hier noch echte Schlagbäume, Grenzhäuschen und Polizei. Ausweiskontrolle. Und wie überall ist es die gleiche Klientel, die herausgebeten wird. Kleine alte Silberlinge mit Rallye-Aufklebern gehören eher nicht dazu. Das finde ich gut.
Alles ist eher unspektakulär. Von La Vella haben wir gar keine Fotos gemacht. Einfach ein mit vielen Häusern total vollgestopftes enges Tal mit kurz vor dem Kollaps stehenden Feierabendverkehr.
Wir wollten/sollten eigentlich eine Dali-Skulptur (Der Adel der Zeit – eine seiner „schmelzenden“ Uhren) finden und fotografieren, aber nach einer gefühlten Stunde im übelsten Stop&Go mit kleinem unfreiwilligen Ausflug in die Shopping/Prachtmeile des Landes hatten wir die Nase gestrichen voll und sind wieder raus aus dem Verkehrsinfarkt und rüber nach Spanien.
Auch dort Grenzkontrollen, allerdings nur in Form eines machismo-mäßigen Guardia-Civilisten mit MG demonstrativ vor der Brust. Deeply impressing.
Merke: egal ob Monaco oder Andorra: nicht mit dem Auto. Fazit: eng, laut, verstopft. Bloß raus hier.
Ins wilde Pyrenäistan
Von Carcassonne aus ging es nun endlich in die Pyrenäen. Der Navigator lotste unser Team durch Dörfer, über Kuppen, Serpentinen, Täler, durch Wälder und an Flüssen entlang durch das wilde Pyrenäistan.
Unterschiedlicher kann ich mir ein Gebirge kaum vorstellen. Granit und roter Sandstein (eisenhaltig?), Schiefer… in dicken Falten aufgeschoben, hier ein paar Blöcke hingeworfen, da ein Granit-Riese hingelegt. Mal sanfte Hügel, mal schroffe Felsnasen. Überall verschiedene Farben und Formen. In der Sonne leuchtend in rot oder gelb. Und im Schatten „gnitterswatt“, wie man op platt seggt.
Nicht zu vergessen: die Tunnels und Schluchten. Unter Granitüberhängen hindurch, bei denen man automatisch den Kopf einziehen möchte und mit Asterix hofft, dass einem „der Himmel nicht auf den Kopf fällt“.






















































